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starke strömung
Kleingeld 3.0
ms / 10. Juni 2009, 12:44 PM / starke strömung
iPhone OS 3.0
iPhone OS 3.0

Bei der Erwähnung des Namens Apple denken die meisten Leute an Produkte wie iPhone, Mac und natürlich iPod. Neben Eigenschaften wie "zuverlässig", "einfach zu bedienen" und "elegant" kommen einem dann meist auch Adjektive wie "edel", "exklusiv" oder "teuer" in den Kopf. Das mag historisch nicht ganz verkehrt sein (und Apple selbst sonnt sich auch durchaus in diesem exklusiven Licht), den größten Erfolg seiner Firmengeschichte hat Apple aber mit etwas ganz anderem geschrieben: nämlich mit Kleingeld.
99 Cent oder weniger kostete in der Regel ein Lied in iTunes - und mit diesem Kniff (was sind schon 99 Cent) hat Apple den iPod zum Erfolg geführt. Andere MP3-Spieler waren manchmal sogar technisch innovativer (man denke da nur an Microsofts Zune) - geholfen hat das alles nichts. Das riesige, preiswerte Angebot in iTunes war und ist der Grund für den Erfolg des iPods.
Mit dem iPhone hat Apple das Spiel wiederholt. Unzählige Programme zu unschlagbar günstigen Preisen. Resultat: über eine Milliarde Downloads und mehr als 50.000 Programme im Sortiment (Stand 09.06.2009). So macht man Geschäfte - Hut ab!
Mit Einführung des neuen iPhone Betriebssystems (3.0) setzt Apple dem Kleingeldansatz die Krone auf. Entwickler können jetzt direkt in ihren Programmen Inhalte zum Kauf anbieten. Denkbar sind hier Zeitschriften-Abos, Zugang zu speziellen Online-Diensten oder zusätzliche Inhalte wie weitere Spielelevel. Dieses Feature wird kaum ein Endkunde verstehen - nutzen werden es dagegen alle; und Apple hat zum dritten mal erfolgreich seinen Kleingeldansatz umgesetzt. Es werden Wetten angenommen, bis wann Nokia, Microsoft, Black Berry und Co. auch diese Idee nachmachen werden. Bestimmt innerhalb eines halben Jahres - wetten?

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